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Pressemitteilung

Metallarbeitgeber: Warnung vor Einschränkungen bei der Zeitarbeit

25.01.2012

Unbefristete Übernahme von Ausgebildeten gefährdet Überbedarfsausbildung. Als „unverständlich“ hat der Arbeitgeberverband der Eisen- und Metallindustrie für Bochum und Umgebung e. V. die Ankündigung der IG Metall zurückgewiesen, in der Tarifrunde 2012 eine unbefristete Übernahme von Ausgebildeten zu fordern.

Der  Geschäftsführer des Verbandes, Dirk W. Erlhöfer, sagte am Mittwoch in Bochum, er könne hier keinen tarifpolitischen Handlungsbedarf feststellen. „Unsere Unternehmen übernehmen derzeit fast drei Viertel der Ausgebildeten unbefristet, der Rest beginnt ein Studium oder wechselt den Arbeitgeber“, so Erlhöfer. Damit würden die Unternehmen ihrer Verantwortung für junge Menschen geradezu vorbildlich nachkommen.

Viele Unternehmen im Mittleren Ruhrgebiet und im Kreis Recklinghausen hätten bereits angekündigt, bei der Umsetzung einer solchen Forderung die in hohem Maße praktizierte Überbedarf-Ausbildung (42%) zu beenden oder zumindest stark einzuschränken. „Eine solche Veränderung in der betrieblichen Personalpolitik würde nicht nur jungen Menschen schaden, sondern auch Firmen, die sich aus betrieblichen Gründen eine Ausbildung nicht leisten könnten“, erklärte Erlhöfer. Warum die Gewerkschaft ohne Not hier tarifliche Regelungen vereinbaren wolle, sei nicht zu erschließen.

Auch eine Forderung nach einer verstärkten betrieblichen Mitbestimmung der Betriebsräte beim Einsatz von Zeitarbeitern sei „nicht nachvollziehbar“. Die IG Metall sei dabei, eines der für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen wertvollsten Flexibilitäts-Instrumente zu zerstören. „Zeitarbeit hat gerade in der Krise dazu beigetragen, viele Stammarbeitsplätze zu retten und ist darüber hinaus ein Sprungbrett in eine feste Beschäftigung“, sagte Erlhöfer. Dies bestätigten auch Betriebsräte. Zeitarbeit zu verteuern oder ihren Einsatz durch überzogene Mitbestimmung zu behindern, würde nicht nur den Unternehmen, sondern auch vielen Mitarbeitern schaden.

Die Pressemitteilung finden Sie hier als pdf-Dokument zum Download.



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