Arbeitszeit

Die Arbeitgeber wünschen sich mehr Flexibilität. Die Arbeitnehmer wünschen sich mehr Flexibilität. Nur der Gesetzgeber – der verschließt sich des Themas. „Wir sprechen von Digitalisierung, von Industrie 4.0, von vernetzen Maschinen und immer schnellerem Internet. Gleichzeitig haben wir nach wie vor Arbeitszeitregelungen aus dem vergangenen Jahrhundert. Das passt einfach nicht“, sagt deshalb auch Dirk W. Erlhöfer, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen mit Sitz in Bochum. Er fordert: „Wir müssen das Arbeitszeitgesetz anpassen und mehr Flexibilität ermöglichen.“

Was Erlhöfer meint: Die Generation Y sei bereits in den Unternehmen angekommen und wünsche sich mehr Flexibilität – etwa für die Kinderbetreuung oder die Pflege eines Angehörigen. „Das Problem ist: Wir haben ein Arbeitszeitregime, das aus dem letzten Jahrhundert stammt. Das gilt sowohl für die tariflichen Regelungen, als auch die gesetzlichen“, so Erlhöfer weiter. Einer Umfrage in der nordrhein-westfälischen Metall- und Elektroindustrie zufolge erwarten drei von vier Betrieben einen steigenden Bedarf an lebensphasenorientierten Freistellungen, die Arbeitnehmer etwa durch angesparte Arbeitszeit aus Arbeitszeitkonten entnehmen könnten. Mehr als 60 Prozent der Betriebe würden gern die gesetzliche 10-Stunden-Grenze für die täglich zulässige Arbeitszeit zugunsten einer wochenbezogenen Betrachtung aufheben. „Und dazu wären auch drei von vier Beschäftigten bereit“, sagte Erlhöfer.

Es gehe den Arbeitgebern auch nicht darum, den ständig erreichbaren Mitarbeiter zu haben. „Der wäre dann nach kurzer Zeit ausgequetscht und würde krankheitsbedingt ausfallen. Was hätte ein Arbeitgeber davon? Aber wenn ein Mitarbeiter abends um 20 Uhr seine Mails bearbeitet, wäre er laut Arbeitszeitgesetz zu einer elfstündigen Pause verpflichtet. Das passt einfach nicht mehr in die heutige Zeit“, findet Erlhöfer. Die Politik sei nun gefordert, der fortschreitenden Digitalisierung auch beim Thema Arbeitszeit Rechnung zu tragen. „Die Realität hat die Gesetzeslage längst überholt“, so Erlhöfer abschließend.

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