„Die IG BCE verkennt die Lage der chemisch-pharmazeutische Industrie völlig. Ihre Forderungen stehen in klarem Widerspruch zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Branche. Sie verlangen zusätzliche tarifliche Instrumente zur Beschäftigungssicherung sowie eine spürbare Erhöhung der Einkommen für Tarifbeschäftigte und Auszubildende. Das bedeutet eine erhebliche zusätzliche und vor allem dauerhafte Kostenbelastung der Unternehmen – und zwar in einer Phase, in der die Branche mit dem Rücken zur Wand steht“, sagte Hans J. Hesse, Verhandlungsführer der westfälischen Chemie-Arbeitgeber nach den Verhandlungen.
Deswegen gilt für die Arbeitgeber: Wo keine Zuwächse erwirtschaftet werden, gibt es keinen Verteilungsspielraum. Tarifpolitik muss sich an der wirtschaftlichen Realität orientieren. „Weitere spürbare Entgelterhöhungen sind nicht nachvollziehbar, denn die Abschlüsse der vergangenen Jahre haben bereits erhebliche Einkommenszuwächse gebracht, während sich die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen deutlich verschlechtert hat. Und zu guter Letzt: Beschäftigung lässt sich nicht tariflich sichern, wenn die wirtschaftliche Basis erodiert“, so Hans J. Hesse abschließend.
